Das erstmals ausgetragene Thurgauer Open im Schach endete mit einer faustdicken Überraschung. Statt den zu favorisierenden Spielern mit über 2000 Elo setzten sich die schwächer eingestuften Hanspeter Heeb, Romanshorn, Peter Haldi, Steckborn und Werner Schönegg aus Radolfzell durch. Bruno Eigenmann, Romanshorn siegte bei den Klubspielern, Rudolf Reichelmeier aus Zürich bei den Amateuren.

Mit viel Glück gewann Hanspeter Heeb trotz Niederlage das Turnier

Bild oben: Turniersieger und Turnierleiter Hanspeter Heeb bei der Erfassung von Spielresultaten.

Ausgeglichenes Meisterturnier

Bis ganz zum Schluss konnten noch vier Spieler das Open gewinnen. Nach der Niederlage von Hanspeter Heeb in der letzten Runde stand das Tor zum Sieg für die drei Verfolger weit offen.

 

Der Radolfzeller Werner Schönegg, der nur wegen ungerader Teilnehmerzahl ins Turnier der Meister nachgerückt war, lieferte sich mit Peter Haldi, Steckborn, einen harten Kampf. Dabei stand Haldi erst auf Sieg, verlor wegen einem Freibauern aber noch fast und konnte sich zuletzt in Zeitnot in ein Remis retten. Mit dieser Punkteteilung erreichte Schönegg immerhin noch den dritten Platz. Dies nachdem er in der ersten Runde unglücklich gegen Heeb verloren hatte.

Der letzte Mitstreiter um den Sieg, Beat Abegg, scheiterte am hartnäckigen Widerstand des Romanshorner Armin Limacher, dem er ein Remis zugestehen musste. Einen versöhnlichen Abschluss des Turniers erlebte Peter Müller, Amlikon. Nachdem er die ganze Woche recht unglücklich gekämpft hatte, konnte er am letzen Tag mit einem souveränen Sieg über den Turniersieger seine Reputation wiederherstellen.

Überraschung auch im Klubspielerturnier

Beim Klubspielerturnier setzte sich zur allgemeinen Überraschung Bruno Eigenmann durch. Den Grundstein zu seinem Sieg legte er am ersten Tag mit seinem Sieg gegen Norbert Barz, der schliesslich Zweiter wurde. Das Glück beanspruchen musste er beim Unentschieden gegen seinen Klubkollegen Beat Meier. Dieser hatte gegen ihn eine Figur gewonnen. Eigenmann konnte dafür wenigstens noch zwei Bauern einhandeln. Mit diesen beiden Bauern preschte er am Damenflügel vor und konnte die Figur zurückgewinnen. Etwas Lehrgeld zahlen musste der Weinfelder Junior Lukas Hutter. Aufgrund guter Resultate an bisherigen Turnieren musste er bei den Klubspielern starten. Nach vier Niederlagen konnte er dem St. Galler Georg Herbert aber immerhin ein Remis abtrotzen.

Das Siegertrio: Norbert Barz (links), Bruno Eigenmann (mitte) und Beat Meier (links).

Gut besetztes Amateurturnier

Die Hobbyspieler, die Schach weniger intensiv trainieren, müssen im Allgemeinen bei Turnier zuerst unten durch. Erst nach zwei oder drei Niederlagen erhalten sie Gegner ihrer Spielstärke zugelost. Beim Thurgauer Open war es einmal anders. Es wurde eine Kategorie Amateure gebildet.

Die Startmöglichkeit in diesem Turnier wurde rege benutzt: von den 40 Teilnehmern des Opens starteten 18 bei den Amateuren. Auf ihrem Spielniveau lieferten sich die Amateure harte Kämpfe. Ein gutes Turnier spielte Anni Hättenschwieler. Sie erreichte drei Siege in 4 Runden. Leider musste Sie für die letzte Runde passen und ihre männlichen Gegener weg oder vorbeiziehen lassen.

So siegte Ruedi Reichelmeier vor Werner Abramovski und Franz Roscher. Dahinter rangierte ein ganzes Paket mit Spielern mit drei Siegen, bzw. 2 Siegen und zwei Remisen: Ulrich Sieber als glücklicher Vierter, Anni Hättenschwieler, Gabriel Steiner, Hermann Schmid und Clotin Toller.

Zufriedene Teilnehmer

Die Teilnehmer waren mit dem Turnier sehr zufrieden, viele hoffen auf eine Wiederholung des Anlasses. Schiedsrichter Franz Tolnai musste praktisch nicht eingreifen. Viele wollen wiederkommen, falls das Turnier erneut stattfindet. Besonderen Anklang fanden auch die von der Behindertenwerkstätte Egnach exklusiv für dieses Turnier hergestellten Türstopper aus Holz.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.